Was ist ein Konflikt?

Von einem Konflikt spricht man, wenn zwischen verschiedenen Akteuren (Individuen, Gruppen, Organisationen) die jeweiligen Interessen, Ziele oder Wertvorstellungen scheinbar unvereinbar sind und aufeinandertreffen.

Was ist eine Mediation

Mediation ist ein vertrauliches, strukturiertes Verfahren der Konfliktlösung, bei dem ein allparteilicher Mediator die Konfliktparteien dabei unterstützt, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Ziel ist es, am Ende eine Situation zu erreichen, in der die Interessen beider Parteien berücksichtigt werden ohne einen „faulen“ Kompromiss einzugehen.

Wann ist eine Mediation sinnvoll?

Immer dann, wenn Konflikte festgefahren sind und ohne externe Hilfe nicht aufgelöst werden können und ein rechtliches Verfahren nicht durchgeführt werden soll. Der Vorteil der Mediation im Vergleich zum rechtlichen Verfahren ist, dass sie schneller durchgeführt werden kann und somit deutlich kostengünstiger ist. Außerdem wird am Ende kein Urteil gefällt, sondern die Parteien erarbeiten eigenverantwortlich eine gemeinsame Lösung, bei der es am Ende keinen „Verlierer“ gibt.

Eine Mediation kann in allen Bereichen angewendet werden - Familie, Ehe/Scheidung, Wirtschaft, Arbeitsrecht, Nachbarschaft, Schule u.v.m.

Ablauf der Mediation

Das Mediationsverfahren wird in verschiedene Phasen unterteilt.

Phase I: Auftragsklärung, Organisation, Rolle des Mediators sowie die Leitlinien werden besprochen.

Phase II: Konfliktsachverhalt wird dargestellt und die Themen werden priorisiert

Phase III: Bearbeitung der Konfliktsituationen

Phase IV: Lösungsoptionen werden erarbeitet

Phase V: gemeinsame Vereinbarungen werden getroffen

Je nach Sachverhalt sind für ein Mediationsverfahren 3-10 Sitzungen notwendig.